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Prüfungsordnung 2016 - Obedience in Theorie und Praxis

Zahlreiche interessierte Hundesportler waren der Einladung des Landesverbands Bayern zur SKN-Fortbildung Obedience gefolgt und nahmen dafür teilweise eine recht lange Anreise in Kauf. Thema war die Umsetzung der Prüfungsordnung 2016 für Ringstewards und Ausbilder. Theoretisch und praktisch sollten die neuen Übungen den Teilnehmern näher gebracht werden. Der Ausrichter, die Schäferhundfreunde in Neuburg an der Donau gewährleisteten eine ausgezeichnete Versorgung der Teilnehmer dieses Seminars.
Sieglinde Kirsch, Obfrau für Obedience des LV Bayern, zeigte anschaulich die neuen Bestandteile der Prüfungsordnung und erklärte, gegliedert nach Leistungsklassen, die Änderungen bei den Übungen. Nach der Mittagspause ging es hinaus auf den Übungsplatz der Neuburger für den praktischen Teil. Dort hatte Leistungsrichter Rudolf Bartlang bereits einen Parcours aufgebaut. Einige Teilnehmer stellten sich mit ihren Hunden zur Verfügung und waren für die Ringstewards die Vorführobjekte bei den neuen Übungen. Unter den fachmännischen Augen des Leistungsrichters arbeiteten wir uns Klasse für Klasse bis zur Königdisziplin Klasse 3 durch. Hier bestand besonders bei der Gruppenübung großer Erklärungs- und Übungsbedarf. Sowohl für die Teilnehmer als auch für die Ringstewards. Mehrmals wurden diese Übungen in den verschiedensten Varianten gearbeitet. Um die Hunde nicht zu verwirren wurden hier auch reine Mensch-Mensch-Teams gebildet, was durchaus zur Belustigung der Seminarteilnehmer beitrug. Teilweise waren diese “Mensch-Hunde“ aber sehr “ungezogen“ und verlangten den Ringstewards viel ab. Auch die Inhalte der neuen Übung 8 der Klasse 3 benötigten erhöhten Übungsbedarf. Bei dieser Übung muss der Hund erst um eine weit entfernte Pylone laufen, dort eine Position einnehmen und auf dem Rückweg das angezeigte Apportel aufnehmen und entweder über eine geschlossene oder eine offene Hürde zum Hundeführer bringen. Grund zuDiskussionen gab es hier vor allem bei den Kommandos, die von den Ringstewards verwendet wurden. Manchem Hundeführer reichte die Anweisung rechts oder links. Anderen wäre offener Sprung oder geschlossene Hürde lieber. Um die Verwirrung der Hundeführer in einer Obedience-Prüfung zu vermeiden, sollte der Ringsteward vor Beginn des Turniers seine Kommandos den Teilnehmern mitteilen. Pünktlich zum Seminarende waren alle Fragen beantwortet und wichtige Trainingstipps getauscht. Gemeinsam bedankten wir uns bei den Referenten Rudolf Bartlang und Sieglinde Kirsch und natürlich bei den Hundefreunden Neuburg für dessen Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Bewirtung. 

 
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