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Mantrailing und Suchhunderallye in Stadtsteinach

Welcher Hundefreund bewundert nicht begeistert “Kommissar Rex“ und seine Fähigkeit, wie selbstverständlich kurz Witterung aufzunehmen und zielsicher durch die ganze Stadt Verbrecher zu jagen? Die Fähigkeit, Spuren und Düfte aufzuspüren und auch voneinander zu unterscheiden, bringen alle unsere Hunde von Geburt an mit. Und wenn wir möchten, dass sie ihren herausragenden Geruchssinn kontrolliert ausleben können, müssen wir ihnen nur verständlich machen, wonach sie suchen sollen. Nicht nur Profis wie Drogen-, Sprengstoffsuch- oder Rettungshunde ... auch jeder ganz normale Familienhund ist ein Naturtalent in der Welt der Gerüche und kann zeigen, zu welch beeindruckenden Leistungen die Hundenase fähig ist. Als Fortgeschrittene im sogenannten Mantrailing verfolgen Hunde die Spur eines ganz bestimmten Menschen nach einer Geruchsprobe der Person.

Beim Hundesport Tierfreunde Stadtsteinach e.V. wird diese Fähigkeit der Vierbeiner mit viel Spaß trainiert, und das Gelände der alten Papierfabrik eignet sich hierfür ganz besonders. Aber nicht nur in den wöchentlichen Übungseinheiten ist das Suchen (Stöberarbeit, Flächensuche, Mantrailing,...) ein fester Bestandteil, auch diverse Prüfungen werden vereinsintern abgehalten.
Am Freitag, dem 15. April 2011, gab es daher die erste offizielle Suchhunderallye, an der sich insgesamt 13 Mensch-Hund-Teams vier verschiedenen Aufgaben stellten. Zum einen musste in einer freien Menschsuche eine zuvor außer Sichtweite des Hundes versteckte Person gefunden und angezeigt werden, und ebenso eine Person im Mantrailing nach Geruchsprobe. Außerdem durften die Vierbeiner zusehen, wie ein sogenanntes Dummy in die Büsche geworfen wurde. Dieses musste möglichst zielsicher aufgespürt und zurückgebracht werden. Und als vierte Variante wurde ein kleines Schlüsselmäppchen – wieder, ohne dass der Hund zusehen durfte – versteckt. Auch dieses galt es, zu suchen und zu bringen. Die Bewertungsrichtlinien orientierten sich dabei an der Schnelligkeit und Genauigkeit der Hunde, außerdem daran, wie zielsicher sie sich auf ihrer Sucharbeit bewegten.

Die beiden Hunde von Trainerin Angelika Zapf, Springer Spaniel Filou und Landseer Joppelino, teilten sich am Ende den ersten Platz, gefolgt von Border Collie Ben (mit Frauchen Dagmar Freiberger) und Galgo-Pointer-Mischling Paco (mit Frauchen Christine Ströhlein). Außerdem hatten an dieser Rallye, die bis in die Dunkelheit hineinreichte und somit für die Teams eine weitere ungewohnte Herausforderung besaß, sehr viel Spaß: Golden Retriever Bianco mit Helga Nüßlein, Melanie Mitschke mit Border-Spitz-Mischling Bessie, Angelika Müller mit Mischling Sandy, Sonja Hetz mit Jagdhundmischling Jerry, Kirsten Morgant mit Whippet Shadow und Podenco-Mix Gambia, Mirjam Feulner mit Schäferhund Caruso, Ute Lenz mit Labrador-Mischling Biene und Jakob Mattern mit Australian Shepherd Ruby.

 
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